Mit geschenkten Aquazoo Tickets staunen und lernen
Aquazoo ist nicht nur ein anderes Wort für Aquarium. Hinter dem Begriff verbirgt sich in Düsseldorf vielmehr ein wissenschaftliches Konzept, in das die Öffentlichkeit dank eines lebendigen Museums Einblick nehmen kann.
Das im Jahr 1904 eröffnete Museum in Düsseldorf ist eine städtische Einrichtung, der 1947 das Aquarium angegliedert wurde. Damit erfüllt das Institut die Aufgabe eines Naturkunde-Museums ebenso wie die eines Zoos. Seit 1987 heißt die Einrichtung im Nordpark nun Aquazoo. Dort kann man auf einer Fläche von 6.800 Quadratmetern rund 550 lebende Tierarten beobachten. Diese Mischung aus Aquarium, Terrarium und Insektarium weckt gleichermaßen das Interesse von Erwachsenen und Kindern. In 25 themenbezogenen Räumen kann man sich zudem einen Überblick über weitere bekannte und weniger bekannte Tiere verschaffen. Eine Familienkarte kostet zwölf Euro.
Pinguine erregen die Aufmerksamkeit besonders der Kinder gleich nach dem Eintritt ins Aquarium. Man kann ihnen beim Planschen im Wasser zusehen. Haie und Alligatoren beeindrucken Alt und Jung. Katzenhaie gleiten hinter Glasscheiben an den Besuchern vorüber, Alligatoren in ihrer Anlage kann man von einem Steg aus in Augenschein nehmen. Regelmäßige Fütterungszeiten sind Höhepunkte für die ganze Familie, z. B. bei den Seebären oder bei den Haien. Im Tropenhaus lassen sich die Besucher von den vielen frei umherfliegenden Schmetterlingen faszinieren. 63 weitere Landschaftsterrarien und Insektarien sowie Schautafeln und Videofilme informieren fachmännisch über die verschiedenen Tiere. Zum Bestand des Doppelinstituts gehören u. a. ca. 250.000 Weichtiere, eine geowissenschaftliche Sammlung mit ca. 75.000 Exponaten, eine Sammlung von ca. 8.500 Eierschalen, eine Insektensammlung mit ca. 650.000 Ausstellungsstücken sowie das Archiv.
Die heutige Einrichtung aus Aquarium und Museum geht auf die Sammlung eines Apothekers zurück, die nach dem Tod ihres Eigentümers im Jahre 1901 in den Besitz der Stadt Düsseldorf überging mit der Bedingung, dass die Stücke in einem Museum ausgestellt werden sollten. Das Museumsgebäude wurde 1904 in der Altstadt von Düsseldorf eröffnet und im Jahr 1930 Bestandteil des Zoos. Bombardierungen zum Ende des Zweiten Weltkrieges zerstörten große Teile der Bauwerke. Erst 1987 konnte die Einrichtung Museum/Aquarium ihren jetzigen Standort am Nordpark beziehen. Es bestehen Pläne, das Institut baulich zu erweitern, um das Aquarium an internationale Maßstäbe anzupassen. Der Aquazoo ist heutzutage die meistbesuchte Kultureinrichtung in Düsseldorf, ca. 400.000 Besucher pro Jahr schauen sich die Tiere im Aquarium und die Ausstellungen im Museum an.