Die afrikanische Hausschlange – eine ungiftige Natter
In Afrika ist diese kleine bis mittelgroße Natternart die am weitesten verbreitete Schlangenart. Für Anfänger in der Reptilienhaltung sind diese Schlangen wegen ihrer anspruchslosen und robusten Art recht gut geeignet.
Die Lebensräume dieser Natternart befinden sich überwiegend in den afrikanischen Graslandschaften und Savannen sowie auch auf Ackerland oder in unmittelbarer Nähe menschlicher Behausungen, woher auch der Name „Hausschlange“ resultiert. Es existieren etwa fünfzehn Unterarten. Die Schuppenhaut dieser Tiere weist einen schimmernden Glanz auf. Außerdem kommen diese Tiere in ganz unterschiedlichen Farben wie etwa Schwarz, Braun, Gelb oder Grün in der freien Natur vor. Die Weibchen dieser Hausschlangenart erreichen eine Länge von über einem Meter. Die zierlicheren Männchen sind mit einer Größe von bis zu ungefähr achtzig Zentimetern um einiges kleiner. Die Tiere sind überwiegend Bodenbewohner und besonders dämmerungs- und nachtaktiv.
Um diese afrikanische Schlangenart als Haustier zu halten, ist ein geeignetes Terrarium unabdingbar. Bei einem Schlangenpärchen bedarf ein Terrarium eine Mindestgröße von etwa 1,0 x 0,5 x 0,5 Meter. Vor allem sollte der Innenbereich sehr gut strukturiert sein. Angeraten ist eine Innentemperatur zwischen mindestens 25 Grad Celsius bis maximal 35 Grad Celsius für das Wohlbefinden der Tiere. Da die Schlangen nachtaktiv sind, ziehen sie sich tagsüber gern zurück. Von daher ist es angebracht, zahlreiche Versteckmöglichkeiten im Terrarium einzubauen. Dafür eigen sich beispielsweise dicke, hohle Äste, Steine oder umgedrehte Blumentöpfe. Vor allem mögen die Tiere sowohl recht enge Unterschlupfmöglichkeiten wie auch ausreichende Klettermöglichkeiten. Genauso wichtig ist die Zugabe von viel frischem Wasser. Was die Luftfeuchtigkeit betrifft, reichen hierfür etwa 40 bis 60 Prozent für diese pflegeleichten Hausschlangen völlig aus.
Als Bodensubstrat ist besonders ungedüngte Blumenerde, Sand oder etwa Pinien- und Buchenstreu geeignet. Pflanzen brauchen nicht unbedingt in das Terrarium mit eingesetzt werden. Möchte man aber aus optischen Gründen nicht auf Pflanzen verzichten, so muss dafür gesorgt werden, dass diese ohne Dornen oder Stacheln sind, weil sich die Schlange beim Darüberklettern leicht eine Verletzung zuziehen könnte. Die Beleuchtung des Terrariums muss nicht unbedingt mit ultraviolettem Licht ausgestattet sein. Wichtig ist, dass ein normaler Tag- und Nachtrhythmus gegeben ist und die Beleuchtungszeit nicht mehr als zwölf Stunden beträgt.
Die Hausschlangen aus Afrika sind recht gierige Fresser. Deshalb sollte bei der Fütterung Wert darauf gelegt werden, dass man die Tiere voneinander fernhält, um unangenehme Futterkämpfe und Kannibalismus untereinander zu vermeiden. Spezielle Trennboxen sind dafür eine geeignete Lösung. Futtertiere müssen der Schlangengröße angepasst werden. Als Futtertiere finden vornehmlich Ratten oder Mäuse Verwendung.