Der Duisburger Zoo: 280 Tierarten auf 15,5 Hektar
Der 1934 gegründete Duisburger Zoo ist vor allem für seine Delfine bekannt. Daneben werden auch Pinselohrschweine, Koalas und Fossas - eine Raubtierart aus Madagaskar - erfolgreich gezüchtet.
Der Duisburger Zoo wurde zunächst unter dem Namen "Duisburg-Hamborner Tierpark am Kaiserberg" gegründet. Aufgrund des Zweiten Weltkriegs wurde er von 1939 bis 1945 geschlossen. Erst in der Nachkriegszeit konnte sich der Tierpark mit zunächst geliehenen Tieren vergrößern. Ein wichtiges Ereignis war die Anschaffung des ersten eigenen Elefanten im Jahr 1952.
Im Zuge verstärkter baulicher Maßnahmen entstanden neue Gehege und Außenanlagen für Pinguine, Delfine und Robben. Tierschützer bemängelten, dass ein Tierpark beziehungsweise ein Delfinarium für Delfine kein geeigneter Lebensraum sei; eine Kritik, denen viele Zoos auch heute noch ausgesetzt sind. Umso mehr freuten sich die Zoobetreiber 1978 (der Tierpark wurde 1970 offiziell in Zoo umbenannt) über die Geburt des ersten Delfins (Großer Tümmler). Doch die Expeditionen und Fangaktionen, mit denen sich der Zoo 1975 zwei neue Flussdelfine anschaffte, waren - ebenso wie die Expedition bei der 1969 Weißwale gefangen wurden - umstritten. Obwohl die Lebenserwartung eines Flussdelfins in Freiheit aber normalerweise bei etwa 30 Jahren liegt, verstarb einer der beiden 2006 im Duisburger Zoo erst im Alter von fast fünfzig Jahren, womit er bis dato als ältester bekannter Flussdelfin galt.
Daneben wurden mit der Zeit auch Gehege für Kodiakbären, Großkatzen und Gorillas gebaut, die immer mehr Besucher in den Zoo locken konnten. Heute leben im Duisburger Zoo über 2000 Einzeltiere. Im Zuge intensiver Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten mussten einige Gehege geschlossen und somit Tiere abgegeben werden. Tierschützer bemängeln weiterhin die Qualität einiger Freiläufe und Gehege.
Doch den Kritikern kann der Zoo eine erfolgreiche Zuchtquote entgegenhalten. Insbesondere die Aufzucht der aus Madagskar stammenden Fossas ist sehr hoch, was dafür spricht, dass sich die Tiere in den jeweiligen Gehegen wohl fühlen. Beim Publikum sehr beliebt ist auch das Äquatorium, in dem viele Affenarten zu beobachten sind. Das Gehege der Faulaffen (Loris) ist überdies mit Begleitung durch einen Tierpfleger begehbar und eine begrenzte Zahl der Zoobesucher kann bei der Fütterung in direkten Kontakt mit den Tieren treten.